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Lexikon

(VINS) NOVEAU
Steht für einen Wein aus der jüngsten Weinernte. Oft Bezeichnung für nach der Lese schnell auf den Markt gebrachte Weine wie die Vins de Pays Primeurs oder der Touraine Primeur.
VDL
Vin Doux Liquoreux. Likörwein. Süßwein, den man durch Zugabe von Weinbrand zu einem frischen Traubensaft erhält (Pineau des Charentes). Siehe auch MISTELA.
VDN
Vin Doux Naturel. Bezeichnung, die ausschließlich für Weine mit AOC-Status zulässig ist, die durch „Mutage“ (Stummmachen) entstehen – d.h. durch das Abstoppen der Gärung durch Zusatz von Weingeist. Die VDN werden im Allgemeinen auf kargen und trockenen Böden mit guter Sonnenlage erzeugt. Die Rebstöcke bringen daher nur geringe Erträge und ergeben einen Most mit hohem Zuckergehalt, der mindestens 252 Gramm pro Liter betragen muss. Die Zugabe von Alkohol in Höhe von rund 5-10 % der Menge des gärenden Mostes stoppt die alkoholische Gärung, da Alkohol die Aktivität der Hefen hemmt. Der Wein behält so einen Teil des Traubenzuckers. Die Vins Doux Naturels haben daher mindestens einen Alkoholgehalt von 15 Volumenprozent. Die Restzuckerkonzentration liegt bei über 50 Gramm pro Liter, bei Muscat-Weinen bei über 125 Gramm pro Liter. 98 % der französischen Vins Doux Naturels werden in den Küstenregionen des Mittelmeeres angebaut. Es werden zwei Arten unterschieden: Muscat-Weine, bei denen es wichtig ist, die Traubenaromen zu erhalten, und die vor Oxidation geschützt werden müssen. Diese Weine werden daher sehr schnell in Flaschen abgefüllt und müssen jung getrunken werden. Weine der Appellationen Rivesaltes, Banyuls und Maury hingegen erreichen ihre Vollmundigkeit erst nach einer bestimmten Zeit der Alterung, wobei hier die Oxidation für die Ausbildung des Bouquets von größter Bedeutung ist. Die meisten Weine dieser Art werden daher in Behältnissen aufbewahrt, die den Luftkontakt ermöglichen: Eichenfässer oder nicht voll gefüllte Tanks, wodurch die Weine einen bernsteinfarbenen Ton und ein komplexes Bouquet erhalten, in dem sich unter anderem Kakao-, Kaffee- und Backpflaumendüfte finden. Diese Weine können dann sehr lange gelagert werden.
VDP
Vin de Pays (Landwein). Tafelweine mit einer bestimmten geographischen Herkunft (Gebietsbegriff). Ein Landwein darf ausschließlich aus dem Erzeugungsgebiet, dessen Namen er trägt, stammen. Bei Weinen dieser Qualitätsklasse müssen strenge, per Dekret festgelegte Erzeugungsbedingungen wie maximaler Ertrag, Mindestgehalt an Alkohol und Rebsortenbestand sowie strikte Analysenormen eingehalten werden. Bei Landweinen werden drei Qualitätsklassen unterschieden: Vins de Pays à Dénomination Départementale (auf Département-Ebene), Vins de Pays à Dénomination de Zone (auf Gebietsebene), Vins de Pays à Dénomination Régionale (auf regionaler Ebene). Für diese Weine gilt ein besonderes Zulassungsverfahren, bei dem eine analytische und organoleptische Prüfung durchgeführt wird. Die offizielle Zulassung erfolgt durch das Office National Interprofessionnel des Vins ONIVINS.
VDQS
Vins Délimités de Qualité Supérieure (Weine höherer Qualität aus begrenzten Anbaugebieten). Die Erzeugung dieser Weine unterliegt strengen Regeln und wird vom Institut National des Appellations d’Origine INAO (Nationales Institut für kontrollierte Ursprungsbezeichnungen) geprüft. Gemäß dieser Regelung werden die Weine durch das zuständige „Syndicat Viticole“ (Winzerverband) mit einem Gütesiegel ausgezeichnet. Bei Weinen dieser Qualitätsklasse müssen bestimmte, in einer Verordnung erlassene Erzeugungsbedingungen eingehalten werden. Dazu zählen begrenzte Erzeugungsfläche, Rebsortenbestand, Mindestgehalt an Alkohol, maximaler Ertrag, Rebpflege, Analysenormen und organoleptische Prüfung. Weine der Qualitätsklasse AO-VDQS bilden eine Kategorie zwischen Landweinen und AOC-Weinen.
VÉRAISON
Französischer Ausdruck für die beginnende Beerenreife. Moment, in dem die Farbe der Trauben sich von grün in rot (rote Rebsorten) bzw. in weißgrün (weiße Rebsorten) wandelt. Mit dieser Änderung im hormonellen Gleichgewicht beginnt die Reifung der Traubenbeeren.
VERBRANNT
Manchmal zweideutige Bezeichnung für verschiedene Aromen, von Karamell bis hin zu verbranntem Holz.
VEREDELUNG
Seit der Phylloxera-Krise angewandtes Verfahren, das darin besteht, auf eine gegen Phylloxera resistente Unterlage ein Oberteil mit einer Edelknospe aus lokaler Herkunft aufzupfropfen. Dieses Edelreis gibt dem Wein seine Persönlichkeit. Die Unterlage dient lediglich der Unterstützung.
VERMENTINO
Weiße Rebsorte. In der Provence Rolle, auf Korsika Malvoisie genannt.
VERRIESELN / DURCHRIESELN
Mangelhafte Befruchtung der Rebblüten. Kann verschiedene Ursachen haben (Niederschläge, Kälte, physiologische Gründe). Beeinträchtigt den Ertrag erheblich und führt zu einer inhomogenen Traubenreife. Bestimmte Rebsorten sind besonders anfällig (Merlot), andere hingegen weniger (Cabernet Sauvignon).
VERSCHLOSSEN
Beschreibt junge Qualitätsweine, die noch kein sehr ausgeprägtes Bouquet entwickelt und ihre Trinkreife noch nicht erlangt haben. Während des Reifungsprozesses durchläuft der Wein ab und zu Phasen, in denen die Verkostung schwieriger ist, da er im Hinblick auf den Jahrgang oder die erwartete Qualität wenig Aussagekraft hat und daher als verschlossen bezeichnet wird.
VILLAGE
In bestimmten Regionen verwendete Bezeichnung für die Individualisierung einer bestimmten Gegend innerhalb einer größeren Appellation (Beaujolais, Côtes-du-Rhône, Anjou, Bourgogne).
VIN DE GARDE / LAGERWEIN
Wein zum Einkellern. Bezeichnet einen Wein, dessen Qualität durch lange Lagerung besser wird, insbesondere aufgrund seiner aromatischen Kraft, seiner Gerbstoffstruktur und seiner Säure.
VINIFIKATION
Art des Weinausbaus und der Weinbereitung sowie alle hierbei angewandten Techniken.
VIOGNIER
Weiße, insbesondere im nördlichen Rhône-Tal angebaute Rebsorte, aus der rassige Weine von großer Feinheit gewonnen werden. Aromen nach Aprikose, Pfirsich und weißen Blumen gehen mit einem runden und leicht sauren Geschmack einher.
VITIS VINIFERA
Lateinischer Name der europäischen Reben.
VOLL
Steht für einen harmonisch ausgewogenen Wein, der im Mund einen vollmundigen und langen Eindruck hinterlässt.
VOLL
Steht für einen Wein, der alle von einem guten Wein geforderten Eigenschaften aufweist und im Mund ein Gefühl von Fülle hinterlässt.
VOLLMUNDIG
Beschreibt einen körperreichen Wein.
VOLUMEN
Merkmal eines Weins, der den Eindruck vermittelt, den Mund gut zu füllen.
VORKLÄRUNG
Klären des ungegorenen Traubensafts, der bereits vom Trub befreit wurde (Rückstände von Erde, Blättern usw.). Durch Zugabe von Bentonit, einem tonhaltigen Gestein, wird eine natürliche Ausflockung ausgelöst, bei der die festen Schwebeteilchen schwerkraftbedingt zu Boden sinken.
VQPRD
Vin de Qualité Produit dans une Région Déterminée (Qualitätswein bestimmter Anbaugebiete). Wird in der Regelungssprache der Europäischen Union im Unterschied zu Vin de Table (Tafelwein) verwendet. In Frankreich fallen Weine der Qualitätsklassen AOC und AO-VDQS unter diese Kategorie.

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